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"Musik, die es nicht hätte geben dürfen" (1933-1945)

Freitag, 19.01.2018
19.00 Uhr 
Aula der Musikschule

„Der vom Holocaust verursachte Verlust für die Musik ist eine Katastrophe, deren Ausmaß für immer unbekannt bleiben wird.“
(S. Nathan-Davis)

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff „Verfemte Musik“? Welche Auswirkungen hatte das Reichskulturkammergesetz für Kulturschaffende? Wie sah das Leben jüdischer Kompo- nist/innen und Musiker/innen zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland aus?
In seinem aktuellen Programm widmet sich das DuoWaltherBosch der Situation jüdischer Musiker/innen und Komponist/innen zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Die erklingenden Werke von Fritz Kreisler, Erwin Schulhoff, Szymon Laks u.a. werden durch eindrückliche, sorgsam ausgewählte Zeitzeugenberichte erläutert und ergänzt. Dabei spannen die Musikerinnen Cornelia Walther und Vanessa Bosch einen Bogen von den Schicksalen der Exilant/innen über den Alltag von Musikschaffenden in Konzentrationslagern bis hin zu den Auswirkungen der Kulturpolitik der Nationalsozialisten auf unser heutiges Kulturleben.

 

Das DuoWaltherBosch begann im Sommer 2012, zusammen zu musizieren. Im Herbst desselben Jahres erreichten die Musikerinnen gemeinsam das Finale des Wettbewerbs „Verfemte Musik“ in Schwerin. Seitdem konzertiert das Duo regelmäßig mit unterschiedlichen Konzept-Programmen in Österreich und Deutschland. Dabei stehen musikalische Darbietung und Moderationen glei- chermaßen im Fokus: Zitate, Erläuterungen, Briefwechsel oder Anekdoten bereichern die vorge- tragene Werke und vermitteln einen anderen oder auch ganz neuen Zugang zur gespielten Mu- sik. Aktuell tritt das Duo mit den Programmen Verfemte Musik. Ein Abend mit Musik und Texten, NACHTCAFÉ, ERZÄHLUNGEN und VERBOTEN. MUSIK UND MACHT auf. Zu einem Großteil ihrer Programme haben die ausgebildeten Pädagoginnen außerdem ein Konzept für Schüler/innen entwickelt.

Verfemte Musik brachte das DuoWaltherBosch u.a. anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 2016 in Kooperation mit dem Jüdischen Mu- seum Frankfurt und dem Fritz Bauer Institut zu Gehör. In dem zu diesem Programm entwickel- ten, interaktiven Konzertworkshop gehen die Musikerinnen in Schulen und vermitteln das The- ma auf völlig neue Weise. Seit November 2017 wird der Konzertworkshop - VERFEMTE MUSIK in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer Institut im Frankfurter Raum angeboten und ab 2018 durch die Dr. Holger Koppe-Stiftung gefördert.